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huehnergott © augenblick-fotodesign.com

Steinalt – der Hühnergott

steinpfad | Glück hat schon, wer einen findet: Den Hühnergott kennt an der Nord- und Ostsee jedes Kind. Die Suche nach dem Stein mit Loch ist ein beliebter Unterhaltungsfaktor bei langen Strandspaziergängen. Jetzt werden die Hühnergötter immer öfter auch als unbearbeitete Schmucksteine am Lederband getragen. Sie sollen Glück bringen – aber nur denen, die sie selber finden oder geschenkt bekommen. Seinen Namen verdankt der Hühnergott dem alt-slawischen Brauch, diese Steine an einem Band befestigt in den Hühnerstall zu hängen. Zum einen sollte damit die Legetätigkeit der Hennen angeregt werden, zum anderen sollte der Stein räuberische Eindringlinge wie den Fuchs abhalten. In anderen europäischen Volksglauben spielten Lochsteine als schützende Amulette eine ganz ähnliche Rolle. Dabei wurden sie zum Schutz der Häuser, seiner Bewohner und des Viehs aufgehängt. Als „Drudensteine“ sollten sie den Träger vor Hexen und dem „bösen Blick“ bewahren. Die meisten Hühnergötter findet man als Feuerstein/Flint, dem häufigsten Gestein an Schleswig-Holsteins Küsten. Feuerstein gibt es seit 60 bis 70 Millionen Jahren (obere Kreidezeit bis unteres Tertiär). Er ist hart, zäh und im Bruch sehr scharfkantig, weshalb unsere Vorfahren daraus Pfeilspitzen und andere Werkzeuge herstellten. Der Feuerstein zündet …

Wärmt die Seele

trendscout | Eiskalt erwischt: Eine Wolldecke fürs Leben… nicht mehr und nicht weniger, ein Lieblingsstück. Eine, die wärmt, wenn man sie braucht.  Die man lüftet und im trockenen Schnee bürstet, statt sie zu waschen. Solche Wolldecken, die ein Leben lang halten, kennt mancher noch von seinen Großeltern. Aber diese Decken waren nicht nur warm, sie waren vor allem unheimlich schwer, und sie kratzten. Jetzt gibt es sie in neuer Art – leicht und weich und todschick! Einmal anfassen, und es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Røros Tweed fertigt Wolldecken aus 100% norwegischer Schafwolle, die man schlicht fürs Leben kauft. Und das ist auch gut so, denn bei aller Schönheit, preiswert sind sie nicht. Somit sollte der Gedanke an Nachhaltigkeit weit oben stehen beim Kauf einer solchen Decke. Die norwegische Bergwerkstadt Røros liegt 600 Meter über dem Meer und blickt auf eine ungewöhnliche Tradition in der Textilfertigung zurück: Der einstige Direktor des örtlichen Kupferbergwerks vermachte im 18. Jahrhundert den Armen der Stadt sein gesamtes Vermögen in Form einer Stiftung – gekoppelt an damals seltsam anmutende Bedingungen. Er verlangte, Wolle und Leinen unter den Armen zu …